Zukunftstag / Girls‘ Day 2026
Geobusters Akademie: Wenn aus Daten echte Zukunft wird
Rückblick auf den Zukunftstag / Girls‘ Day 2026 am 23. April
Mit Vermessung und Geomatik Weltvermesserer werden. Dabei kann man nicht nur Mathematik und Computer gut gebrauchen. Weltvermesserer, von den Experten auch Geodäten genannt, sind in der Natur und im Büro gleichermaßen zu Hause. Sie stellen die Welt einmal als „Kartoffel“ und ein anderes Mal auf den Millimeter genau dar. Hauptsache es passt und man findet sich zurecht. So wird mit Tachymetern, Satelliten, Drohnen und sogar mit dem Smartphone gemessen.
Am vergangenen Donnerstag öffnete die Geobusters Akademie ihre Türen für rund 60 neugierige Kinder und Jugendliche. Das Ziel: Die oft unsichtbaren, aber essenziellen Berufe des Geomatikers und Vermessungstechnikers greifbar zu machen. In einer Welt, die ohne präzise Geodaten buchstäblich die Orientierung verlieren würde, zeigten die „Geobusters“, dass Vermessung weit mehr ist als nur Punkte zu vermessen.
Prominenter Besuch aus der Politik
Dass unser Nachwuchs eine zentrale Rolle für die Infrastruktur des Landes spielt, unterstrich der hochrangige Besuch: Wir freuten uns sehr über den Austausch mit Uwe Schüler (Staatssekretär im Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg) sowie Andre Schönitz (Leiter des Referats für Vermessungs- und Geoinformationswesen, Grundstückswertermittlung des MIK Brandenburg). Ihr Besuch verdeutlichte den Schülern, dass ihre Arbeit an diesem Tag direkt mit den großen Themen des Landes, von der Stadtplanung bis zum Umweltschutz, verknüpft ist.
Die Workshops
Nach einem Rundgang durch die Akademie tauchten die Teilnehmer in vier spezialisierte Workshops ein, die einen großen Teil des Spektrums der modernen Geodäsie abdeckten:
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Gruppe 1: Vom Innenraumaufmaß zum eigenen ausgedrucktem 3D Modell
Vom analogen Handaufmaß (mit Gliedermessstab und Laserdistometer) direkt in den Computer: Die Schüler vermaßen Innenräume und wandelten die Daten in einem Konstruktionsprogramm um. Das Highlight? Das fertige 3D-gedruckte Modell, das Architektur zum Anfassen machte. -
Gruppe 2: Zur eigenen Karte im Geoinformationssystem von Hochwasserschutz über Energiewende bis Tourismus
Hier lernten die Jugendlichen, wie Geoinformationssysteme unsere Gesellschaft steuern. Ob Hochwasserschutz-Analysen, die Planung der Energiewende oder die Visualisierung von Tourismusrouten – die Schüler erstellten eigene Kartenlayer und verstanden, wie Daten Entscheidungen beeinflussen. -
Gruppe 3: Aktuelle Vermessungsgeräte im Einsatz – Punktgenau mit Laser und Satellit Eigentum sichern und die Umwelt dokumentieren
Moderne Vermessungstechnik live: Mit High-End-Lasern und Satellitengestützter Positionierung (GNSS) wurde gezeigt, wie Eigentumsgrenzen rechtssicher markiert und Umweltveränderungen dokumentiert werden. -
Gruppe 4: Vermessung früher und heute: Von Abstecken und Fluchten mit dem Winkelprisma bis zum MoveQuad mit Laserscanner und 360° Kamera
Der Kontrast könnte nicht größer sein: Während die eine Gruppe das historische Abstecken und Fluchten mit dem Winkelprisma übte, war nebenan das MoveQuad, ausgestattet mit Laserscannern und einer 360°-Kamera für die digitale Erfassung im Vorbeifahren, zu bestaunen.
Drohnen-Action und Grillduft
In der großen Pause wartete ein besonderes Spektakel: Während die Würstchen auf dem Grill brutzelten, stiegen die Drohnen der Akademie in den Himmel. Die beeindruckende Drohnenshow zeigte eindrucksvoll, wie die Luftbildfotografie heute für die Erstellung hochpräziser Geländemodelle genutzt wird – Technik-Faszination pur zum Imbiss.
Ein Tag mit Zertifikat
Zum krönenden Abschluss erhielten alle 60 Teilnehmer ihre wohlverdienten Urkunden. Ob wir hier die Ingenieure und Geomatiker von morgen gesehen haben? Die Geobusters Akademie bedankt sich bei allen Helfern, den prominenten Gästen und vor allem bei den motivierten Schülern, die gezeigt haben, dass Vermessung alles andere als „trocken“ ist!
Geobusters Akademie – Geodäsie und Geoinformationen, einfach clever!
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